Die Sammlung betrachten & A Vista on Italy and France

Ausstellungsdauer
7.6.– 7.9.2025




 
Das Erscheinen des umfassenden Bestandskatalogs zu den rund 200 italienischen, französischen und spanischen Werken der Gemäldegalerie ist Anlass, in den ersten drei Ausstellungsräumen einen Schwerpunkt mit italienischen und französischen Hauptwerken zu setzen. 

Der von Martina Fleischer, langjähriger Kustodin an der Gemäldegalerie, verfasste wissenschaftliche Bestandskatalog Italienische, französische und spanische Gemälde. Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien widmet sich den Werken der romanischen Schulen vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Dazu zählen Tafelbilder von Simone da Bologna, Antonio da Fabriano oder Sandro Botticelli ebenso wie Tizians Spätwerk Tarquinius und Lucretia, Mattia Pretis Befreiung Petri oder die insgesamt acht Venedigansichten von Francesco Guardi. Unter den französischen Werken sind die beiden raren pastoralen Landschaften von Claude Lorrain sowie Pierre Subleyras’ beidseitig bemaltes Atelierbild hervorzuheben, aus den spanischen Schulen Murillos Würfelspielende Knaben. Mehr als ein Drittel der Texte wird durch bisher unveröffentlichte Ergebnisse der am Institut für Naturwissenschaften und Technologien in der Kunst an der Akademie ausgeführten Untersuchungen ergänzt, darunter Röntgenaufnahmen und Infrarotreflektographien.

In A Vista on Italy and France erweitern die ausgewählten und selten gezeigten Werke den Blick auf Reichtum und Vielfalt des Bestandes der Gemäldegalerie. Gegliedert in einzelne Abschnitte, widmet sich die Präsentation der venezianischen Malerei mit Tizians Tarquinius und Lucretia und Francesco Guardis Venedig-Ansichten sowie den französischen Landschafts-, Porträt- und Historienmalern von Claude Gellée, genannt Lorrain, bis zu Pierre Subleyras und Hubert Robert. In Gruppen zusammengefasst finden sich des Weiteren römische und venezianische Werke der Chiaroscuro-Malerei des 17. Jahrhunderts und Beispiele der helltönigen, farbenfrohen Malerei zwischen 1700 und 1750 aus Rom, Bologna und der Lombardei mit Gemälden von Andrea Locatelli, Carlo Maratta/Franz Werner Tamm, Domenico Maria Viani oder Gianantonio Petrini.

Die Ausstellung Die Sammlung betrachten ist derzeit wegen der Fensteranierung in der Gemäldegalerie von partiellen Schließunegn von Ausstellungsräumen betroffen (Der Eintrittspreis ist daher auf 6 Euro reduziert). Das Weltgerichts-Triptychon von Hieronymus Bosch können Sie bis einschließlich 3. September 2025 sehen.

A Vista on Italy and France, kuratiert von Martina Fleischer
Die Sammlung betrachten, kuratiert von Claudia Koch
Ort
Gemäldegalerie
Schillerplatz 3, OG1, 1010 Wien 

Öffnungszeiten
täglich außer Montag 
10–18 h

T +43 1 588 16 2201 
F +43 1 588 16 2299 
kunstsammlungen@akbild.ac.at