Maha El Hissy: Jungfrauen als theatrale Figuren des Politischen
 

Mi 20.3.
18 h


Vortragsreihe Lektionen / Lessons
Gemäldegalerie

Anatomiesaal
Schillerplatz 3
1010 Wien
 

Heinrich Friedrich Füger, Tod der Verginia, um 1789/1790 © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Noch im postsäkularen Zeitalter ist die Jungfrau eine Figur der politischen Fantasie. Gerade in politisch heiklen Zeiten häufen sich Metaphern und Symbole der Wundheilung oder -schließung, die analog zur virgo intacta imaginiert werden. Der Vortrag möchte der Genese dieser Imaginationen im Theater der Zeit vor und nach der Französischen Revolution in nicht abgeschlossenen Prozessen der Moderne nachgehen.

Maha El Hissy lebt als freie Literaturwissenschaftlerin, Autorin, Kuratorin und Kritikerin in Berlin. Sie übernahm Lehr- und Forschungstätigkeiten in der Neueren deutschen Literaturwissenschaft in München, Kairo, Berkeley, London und Berlin. Ihr aktuelles Buchprojekt Der kopflose Staat. Jungfrauen und das Politische Imaginäre im Theater nach der Französischen Revolution nimmt den jungfräulichen Frauenkörper im Theater um 1800 in den Fokus und zeichnet ausgehend davon restaurative Politiken sowie das Phantasma der Rückkehr der Könige nach der Hinrichtung Ludwigs XVI. nach.
Vortrag auf Deutsch
Eintritt frei

Lektionen / Lessons >

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