Der Sammlungsbestand

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
Die Sammlung der Gemäldegalerie umfasst heute annähernd 1600 Inventarnummern, Werke vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert. Etwa 940 Werke sind derzeit in der Sammlung online abrufbar.

Die bereits beachtlichen Bestände aus der Schenkung des Grafen Lamberg-Sprinzenstein, der 1822 der Akademie rund  800 Gemälde seiner international berühmten Sammlung testamentarisch übertrug, wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts durch staatliche Ankäufe zeitgenössischer Kunst sowie durch aristokratische und bürgerliche Mäzene erweitert. Dazu gehören die große Gruppe an Werken von Heinrich Friedrich Füger, die dessen Sohn 1878 der Akademie vermachte und die 58 Gemälde, die Fürst Johann II. von Liechtenstein zwischen 1879 und 1925 der Akademiegalerie schenkte.


Heinrich Friedrich Füger, Bildnis des Sohnes des Künstlers, Heinrich Adam Füger, im Alter von vier Jahren, um 1795 © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Im 20. Jahrhundert sind besonders die bedeutenden Legate von Oskar Kutschera-Woborsky, von Johanna und August Ritter von Albrecht Hönigschmied (1934 und 1937) und von Wolfgang von Wurzbach-Tannenberg (1957) zu nennen.
Auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfährt die Sammlung bedeutende Erweiterungen, vor allem durch die großzügigen Zuwendungen des Vereins der Freunde der bildenden Künste, der sich in seinen Anfängen als Freundesverein für die Gemäldegalerie konstituiert hatte.
1988 wird die Glyptothek der Akademie, eine umfangreiche Sammlung historischer Gipsabgüsse, der Gemäldegalerie angegliedert.

Zu den Highlights des Bestandes zählen vor allem Hieronymus Boschs Weltgerichts-Triptychon (permanent in Aufstellung), die Marienkrönung von Dirc Bouts und Hauptwerke von Lucas Cranach d. Ä., ebenso Meisterstücke von Peter Paul Rubens und Anthonis van Dyck. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die bürgerliche Malerei des holländischen 17. Jahrhunderts mit allen ihren Genres, darunter Gemälde von Rembrandt, Jacob van Ruisdael oder Pieter de Hooch. Unter den erstklassigen Werken der italienischen Schulen sind jene von Botticelli, Tizian, Giambattista Tiepolo und Francesco Guardi zu nennen. Hervorragend vertreten ist zudem die Kunst an der Wiener Akademie um 1800 rund um Heinrich Friedrich Füger.

Eine Auswahl aus rund 180 Spitzenwerken ist seit 2022 abwechselnd im Ausstellungsformat Die Sammlung betrachten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und zeitgenössischen Inserts sowie im Zusammenhang mit Themenausstellungen zu sehen.


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Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
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1010 Wien

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